Stay Scienced by RLScience

Foto & Video

Gute Aufnahmen scheitern selten an der Kamera, sondern an den Einstellungen – und die lassen sich vorher durchrechnen, statt sie nachts im Dunkeln zu erraten.

Die Tools

Hintergrund

Die 500er-Regel

Sterne werden zu Strichen, weil sich die Erde dreht. Wie lange du belichten kannst, hängt von der Brennweite ab:

Belichtungszeit (s) ≈ 500 ÷ Brennweite (mm)

Bei 14 mm sind das gut 35 Sekunden, bei 50 mm nur noch zehn. Moderne hochauflösende Sensoren zeigen die Bewegung früher – dort rechnet man eher mit 300 statt 500. Wer länger belichten will, braucht eine Nachführung oder stapelt viele kurze Aufnahmen übereinander.

Zeitraffer rechnen

Die Grundrechnung ist simpel: Bei 25 Bildern pro Sekunde ergeben 25 Fotos genau eine Sekunde Film. Bei einem Intervall von vier Sekunden stehst du dafür schon 100 Sekunden draußen – für eine Minute Zeitraffer sind es 1500 Aufnahmen und knapp 1,7 Stunden.

Häufige Fragen

Welches Intervall ist beim Zeitraffer sinnvoll?

Ziehende Wolken wirken bei zwei bis vier Sekunden natürlich, Sonnenuntergänge bei etwa fünf Sekunden, Sterne bei zwanzig bis dreißig. Wichtig ist, dass das Intervall länger als Belichtungs- plus Speicherzeit ist.

Brauche ich eine teure Kamera?

Nicht unbedingt. Wichtiger sind ein stabiles Stativ, ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv und ein dunkler Standort. Welche Ausrüstung wir nutzen, steht unter Equipment.

Wo sehe ich, wann es dunkel genug ist?

Dämmerungszeiten, Mondphasen und Finsternisse berechnet der Bereich Astronomie.